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Opononi und Tane Mahuta

Der Tag begrüßt uns heute mit einem wunderbaren blauen Himmel. Dazu angenehme Temperaturen von 23° locken uns zunächst an den Strand. Unser Vermieter Darryl hat uns als Reiseroute nach Whangarei einen Weg entlang der Küste der Tasman Sea empfohlen. Was für ein toller Tipp.

Zunächst packen wir in Ruhe unsere Sachen und nach einem Frühstück auf unserer Terrasse müssen wir die nette Unterkunft in Kaitaia bereits wieder verlassen. Wir steuern als Erstes Ahipara an und gehen hier noch einmal an den 90-Miles-Beach der hier seinen Anfang hat. Er ist bereits ab hier befahrbar, aber wir gehen sicherheitshalber zu Fuß. Die Füße in die Tasmansee halten, die Sonne auf der Haut, ein leichter Wind, was kann schöner sein. Die Wellen rollen sanft an Land, aber wenn mehrere Wellen schnell hintereinander kommen, steht man plötzlich bis zum Knie im Wasser. Gestern hat es  mir ordentlich die Hosenbeine durchnässt, heute sind wir schnell genug und krempeln alles hoch.

Anschließend geht unsere Fahrt weiter nach Kohukohu. Hier setzt uns eine Fähre über die tief ins Land gehende Bucht Hokianga Harbour. In Opanoni, wo die Bucht und das Meer sich treffen, trinken wir am Hafen gemütlich einen Kaffee und teilen uns einen Backfisch. Der ist unbeschreiblich lecker hier. Der Fisch kommt fangfrisch aus dem Meer und hat einen tollen Geschmack sowie festes, weißes Fleisch. 

Auf der anderen Seite der Bucht sehen wir wieder riesige Sanddünen. Wir fahren ein Stück aus dem Ort heraus und gelangen zu einem Overlook auf einem Cap. Von hier oben bieten sich atemberaubende Ausblicke: die tobende See mit mächtigen Wellen, die stille Bucht, die hohen Sanddünen, die Klippen und bewachsenen Hügel, dazu der weiße, unendlich lange Strand und der tiefblaue Himmel. Wir können uns gar nicht satt sehen.

In Lauf der nächsten Fahrstrecke denken wir immer wieder, wir sind in den Alpen. Satte Wiesen auf steilen Hängen, überall stehen Kühe oder Schafe auf den Weiden. Dann der abrupte Wechsel. Wir kommen in den Waipoua Forrest, den letzten Rest eines subtropischen Regenwalds, der hier ursprünglichh das ganze Land bedeckt hat. Riesige Farne und Kauribäume stehen dicht an der Straße. Am Tane Mahutu, dem Herr des Waldes, machen wir unseren nächsten Halt. Dieser Kauri-Gigant ist 56 m hoch, hat 13 m Stammumfang und wird auf ein Alter von 1300  bis 2000 Jahren geschätzt. Ein wirklich beeindruckender Baumriese. Im Regenwald herrscht ein angenehmes Klima, es ist deutlich kühler als vorher am Meer.

Leider verpassen wir die anderen Riesenkauris, da diese nicht ausgeschildert sind.

Dafür fahren wir noch zum Visitor-Center, das aber leider geschlossen hat.

Für den Weg von hieraus nach Whangarei, wo wir unsere nächste Unterkunft haben, sind es noch etwa 110 Kilometer, für die wir aber fast 2 Stunden brauchen. Die Straßen erstaunen uns immer wieder. Es ist ein ständiges bergauf, bergab in engen Serpentinen. Dazu tiefe Schlaglöcher oder gerade reparierte Bereiche, wo der Rollsplitt nur so herumfliegt. Im Durchschnitt kommen wir auf 60 Kilometer pro Stunde. Toddy ist inzwischen gut auf den Linksverkehr umgestiegen und ich bin auf dem Beifahrersitz zunehmend entspannt.

Gegen 17.15 Uhr treffen wir bei unserer nächsten Unterkunft ein, mit der wir wieder richtig viel Glück haben. Eine kleine Wohnung und ein Garten mit Pool  gehören uns alleine. Dazu die Möglichkeit die Wäsche zu waschen und im Garten zu trocknen. 3 Maschinen lasse ich heute Abend noch durchlaufen. Dann ist morgen alles wieder frisch im Koffer. Super, so kann es bleiben.