Helgoland - Babyboom der Kegelrobben

Eine Reise nach Helgoland stand schon lange auf meiner Reisewunschliste. In diesem Jahr habe ich eine Fotoreise entdeckt, die Ende November zur Geburtszeit der Robbenbabys stattfindet. Das ist doch super. Die Anreise über Cuxhaven ist für mich allerdings eine Weltreise. Zum Glück reise ich bereits am Vorabend an, denn am Morgen ist alles vereist und spiegelglatt. Die Überfahrt ist ruppig aber ich komme gut klar.

das Hotel ist sehr ansprechend und gut gelegen. Hier treffen alle Kursteilnehmer um 15 Uhr zusammen. Wir beschließen, dass trockene Wetter und die Helligkeit zu nutzen und machen eine lange Wanderung zur langen Anna. Dabei lernen wir Teilnehmer uns schon ein wenig kennen. Weil es so schön ist, nutzen wir auch noch die blaue Stunde am Hafen und üben uns in Langzeitbelichtung. Abends gehen wir gemeinsam essen und nun erfolgt die offizielle Begrüßung und Vorstellung.

Am nächsten Morgen sind wir früh raus. Das Wetter ist sehr windig aber trocken. Wir frühstücken und sind mit der zweiten Pendelfähre auf dem Weg zur Düne. Dort erwarten uns die Robben am Strand und überall liegen neugeborene Babys herum. Was für eine tolle Kulisse. Wir fotografieren  und vergessen Raum und Zeit. Ich harre bei einer Geburt über 2 Stunden aus, während die anderen zum Mittag am Flughafen etwas essen gehen. Aber es lohnt sich.

Auch der 3. Tag steht im Zeichen der Kegelrobben. Wieder setzen wir früh auf die Düne über und lassen uns vom Zauber der Natur einfangen. Das Wetter bleibt trocken, aber der Wind ist so heftig, dass ich am Ende des Tages eine fette Augenentzündung habe. Zum Glück hat die Kursleiterin Augentropfen mit, die über Nacht gut helfen.

Heute ist für die Gruppe schon wieder Abreise. Ich habe mir mein Zimmer noch für einen weiteren Tag gebucht. Die  Fähre geht immer erst um 16 Uhr. Die meisten  Teilnehmer beschließen aber nicht mehr auf die Düne zu fahren. Wir machen noch einmal einen Rundgang über die Insel bis zur langen Anna. Heute ist der Sturm so heftig, dass man manchmal kaum gegen an kommen kann. Schwierige Bedingungen zum Fotografieren, wie bereits ja auch die anderen Tage. Da war vor allem auch der Sand unser Gegner, heute ist es dazu der Sprühregen. Trotzdem gelingen noch tolle Bilder.

Als die anderen abgereist sind und ich mir eine kleine Pause gegönnt habe, gehe ich noch einmal an den Hafen und  die Promenade. Es weihnachtet schon.

An meinem letzten Tag will ich noch einmal zur Düne fahren. Leider regnet es heute immer wieder, meist aber nicht sehr stark. Aber die Linse muss ständig gesäubert werden. Trotzdem lohnen sich die Bilder, oder? Die ersten zwei Bilder zeigen einen Seehund, der sich etwas abseits ausgeruht hat.  Heute habe ich noch einmal mein neues Objektiv (800 mm) ausprobiert. Ich bin sehr zufrieden.

Gegen 13.30 Uhr bin ich wieder im Hotel. das Zimmer musste ich morgens zwar räumen, aber ich kann mich im Aufenthaltsraum noch umziehen, mir einen Kaffee machen und meine Jacke etwas trocknen lassen. Um 15 Uhr geht es dann zur Fähre. Nach gut 2 Stunden bin ich um 18.15 Uhr wieder in Cuxhaven. Mit viel Glück erreiche ich die Fähre Wischhafen- Glücksstadt und spare mir so die Fahrt durch Hamburg. Um 21 Uhr bin ich dann wieder Zuhause. was für eine wunderbare Reise mit so vielen emotionalen Momenten und netten Mitreisenden. Auch die leitende Fotografin Irmgard Crispin hat einen tollen Job gemacht. Vielen Dank dafür!