Der neue Morgen startet entspannter. Wir frühstücken in Ruhe und fahren dann zum Leuchtturm Petit Minou in Plouzané. Auch heute Morgen verwöhnt uns das Wetter. Die Vorhersage war so bescheiden und nun haben wir großartigen Sonnenschein, allerdings auch heftigen Wind.

 

Wir haben auch heute viel Zeit zum Fotografieren und Hans gibt uns gute Tipps für schöne Standorte aber natürlich auch bei fachlichen Fragen.

Nach dem Leuchtturm fahren wir an den Hafen von Le Conquet und genießen hier die Sonne und die Atmosphäre. Zunächst stromern wir gemeinsam ums Hafenbecken, welches uns interessante Fotomotive bietet. 

Dann verlieren wir uns aus den Augen. Ich warte mit Volker am Auto, doch die anderen sind in einem Café. Dank Handy finden wir aber schnell zusammen. Draußen in der Sonne bestellen wir süße Crêpes, aber innerhalb von 5 Minuten zieht es zu und beginnt zu regnen. Wo kommt das so plötzlich her??

Zum Glück gibt es eine Markise, die schnell ausgefahren wird. Nach dem Mittagssnack geht es zurück zum Hotel. Wir haben Zeit, um unsere Bilder zu sichten und zu bearbeiten. Anschließend gibt es eine Besprechung und einen Austausch. Immer wieder faszinierend, was andere Fotografen am gleichen Ort sehen oder wie ein Foto durch einen etwas anderen Standort gleich anders wirkt. 

 

Zum Abendessen fahren wir erneut in das Restaurant am Hafen und werden wieder lecker verwöhnt. Diesmal wähle ich Entrecote und Pommes, sehr gut!

 

Der vierte Tag startet mit dem Besuch einer Kapelle, die wie aus einer anderen Zeit wirkt. An der Église Saint-Tugdual in Trebabu bietet es sich an, schwarz-weiß Fotografie zu üben. Da der Ort aber schnell erkundet ist, fahren wir schon nach 45 Minuten weiter Richtung Küste.  

Der nächste Stopp ist am Château de Kergroadez. Hier besuchen wir nur die Außenanlagen. Allerdings gibt es Führungen für Gruppen, die jetzt zu Halloween vom Zauberer durchgeführt werden. Wunderschön ist der Innenhof, den wir zum Fotografieren ausnahmsweise betreten dürfen.

In Kerlouan besuchen wir ebenfalls ein Haus zwischen den Felsen (Corps de Garde – Meneham). Es ist nicht ganz so spektakulär wie das erste Haus aber trotzdem wunderschön zu sehen. Dicht dabei gibt es ein kleines Restaurant, welches den Garten bereits wunderschön für Halloween geschmückt hat. Mit viel Fantasie, Kürbissen und anderen Assessors wurden Boote, Leuchttürme oder Häuser dekoriert; es ist toll anzusehen. Der Galette zum Mittag ist ebenfalls sehr lecker. Einen Verdauungsspaziergang machen wir am Strand bei blauem Himmel und Ebbe. Überall liegen große Felsen und die Brandung schäumt weiter draußen an die Steine. Wir lassen uns ordentlich durchpusten und freuen uns über diese wunderbare Zeit in der Natur.

Der nächste Halt ist nach einer halben Stunde Fahrt am Phare de Pontusval in Kerlouan. Auch dieser liegt wunderschön an der Felsenküste und die Sonne scheint zu unserer Freude weiterhin . Was haben wir für ein Glück, die Prognose war sooo schlecht. Wieder haben wir genügend Zeit zum Fotografieren. 

Nach einer Pause im Hotel fahren wir zum Sonnenuntergang noch einmal los. Der Leuchtturm Kermovan in Le Conquet ist nur 10 Minuten Fahrzeit entfernt und unser Ziel. Da es mächtig pustet, hat sich ordentlich Brandung aufgebaut. Die ganze Luft ist voller Gischt. Für die Kameras gar nicht toll und wir sind ständig dabei die Linsen zu reinigen. Aber die Bilder, die entstehen, sind einmalig schön. Über eine Stunde stehen wir an dem einen Standpunkt, dann wird es dunkel  und wir ziehen noch mal um, um die Strahlen des Leuchtfeuers einzufangen. Dies gelingt nur bedingt. Uwe ist schon lange weg und hat diesen letzten Standort dadurch verpasst, was ihn hinterher scheinbar sehr ärgert. Zumal er über eine Stunde im Auto auf mich/uns gewartet hat. 

Gemeinsam geht es zum Restaurant, heute mal wieder eine Pizzaria. Dieses Mal ist das Essen jedoch sehr lecker.